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Historische Angaben

Im 10. Jahrhundert tauchte unter den Würdenträgern des Kapitels nach dem Archipresbiter und dem Archidiaconus die Figur des Canonicus Cantor auf. Der Beiname "Cantor" bezog sich nicht auf einen einfachen Sänger, sondern auf eine Person, die eine führende Rolle in der Lehre, Leitung und Organisation der feierlichen Liturgie innehatte. Es war die Zeit, in welcher der Gregorianische Gesang den wichtigsten kirchlichen Gesang darstellte, und die Klöster fungierten als die Zentren für seine Verbreitung.

Gegen Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden in den Kathedralen und den wichtigsten Kirchen Italiens die Musikkapellen, wie eine Bewegung, die sich von einer Stadt auf die andere ausweitete. Die Entstehung und Formierung dieser Sängergruppierungen verfolgte einen präzisen Zweck: die Ausführung von mehrstimmiger Musik.

Die wertvolle liturgische Tätigkeit der Kirchenchöre hat sich bis zum heutigen Tage erhalten, und wir alle können noch immer die Meisterwerke polyphoner Musik bewundern und lieben.