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Die Mascioni-Orgel

Schon lange hatte man die Notwendigkeit gespürt, die Kathedrale mit einer ihrer Größe und Bedeutung angemessenen Orgel auszustatten, doch erst 1977 nahm das Projekt Gestalt an. 

Am 1. Juli jenen Jahres nimmt sich eine Kommission bestehend aus Alessandro Esposito, Luigi Molfino, Amedeo Salvini, Gherardo Gherardini und Franco Baggiani der Frage an und beschließt, die Restaurierung der alten Serassi-Orgel zu verschieben und  anstelle der kleinen Orgel mit pneumatischer Traktur, die 1911 von den Balbiani Brüdern gebaut wurde, eine neue Orgel einzubauen.

Ein allgemeines Konzept wurde entworfen und an die Orgelbaufirmen Balbiani, Tamburini und Mascioni geschickt. Nach der Auswertung der Antworten und der Beurteilung des gesamten Projekts wurde beschlossen, die Firma Mascioni mit dem Auftrag zu betrauen.

Es ist nicht einfach, die Verteilung der Klangkörper einer großen Orgel nach den Kriterien der modernen Liturgie zu planen, die verlangt, dass Organist und Sänger sich nahe beim Altar befinden, und mit den architektonischen Gegebenheiten in Einklang zu bringen, welche nicht immer die beste Klangleistung fördern.  

Die gewählte Lösung bestand darin, einen großen Orgelspieltisch mit 4 Manualen in der Apsis aufzustellen, der bei Konzerten vor den Altar getragen werden kann. Daraus ergab sich, dass die Kantorei, nachdem sie über ein Jahrhundert lang von der Sängerkanzel aus gesungen hatte, nun mit dem Orgelpositiv zur Unterstützung hinter den Hauptaltar verlagert wurde.

Da die Sängerkanzel auf der Epistelseite des Altars nun unbesetzt war, wurde das Gehäuse der Balbiani-Orgel mit dem neuen Hauptwerk nach vorn transportiert, so dass man Platz hatte für die Platzierung von Schwell- und Pedalwerk.

Auf der Empore, wo sich Hauptschiff und rechtes Querschiff kreuzen, wurde das Solowerk aufgestellt.

Das Ergebnis ist eine Gruppe von 4 Klangkörpern bestehend aus 68 Registern, die folgendermaßen verteilt sind: 11 im Positiv, 15 im Hauptwerk, 15 im Schwellwerk, 8 im Solowerk und 19 im Pedalwerk











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